{"id":1045,"date":"2018-03-03T16:53:28","date_gmt":"2018-03-03T15:53:28","guid":{"rendered":"http:\/\/test.kramerdesign.net\/?p=1045"},"modified":"2023-01-11T08:06:15","modified_gmt":"2023-01-11T07:06:15","slug":"dem-ideenklau-einen-riegel-vorschieben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kramer-produkt-design.de\/?p=1045","title":{"rendered":"Dem Ideenklau einen Riegel vorschieben"},"content":{"rendered":"<p>28.2.2018 Jann Raveling<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.wfb-bremen.de\/de\/page\/stories\/kreativwirtschaft\/designschutz-im-internet-madeby-hfk\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">&gt; Beitrag<\/a><\/p>\n<h3>madeby HfK \u2013 eine neue Plattform hilft, das geistige Eigentum von Designern zu sch\u00fctzen<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b><a href=\"http:\/\/madeby.hfk-bremen.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">madeby HfK<\/a> ist eine deutschlandweit einzigartige Plattform, die Ideen und Designentw\u00fcrfe rechtlich abgesichert dokumentiert. Nutzen k\u00f6nnen sie Studierende und das Lehrpersonal der Bremer Hochschule f\u00fcr K\u00fcnste.<\/b><\/p>\n<p>\u201eEine gute Idee erkennt man daran, dass sie geklaut wird\u201c, stellte einst Rudi Carell humorvoll fest. Was nur wenige wissen: Genau wie Patente sind aber auch Ideen und Entw\u00fcrfe sch\u00fctzbar und damit vor Ideendiebstahl ein klein wenig sicherer. Um das geistige Eigentum zu bewahren, gibt es das eingetragene Gemeinschaftsgeschmacksmuster der Europ\u00e4ischen Union, das Entw\u00fcrfe europaweit sch\u00fctzt. Auf nationaler Ebene gilt \u00e4quivalent der sogenannte Designschutz. Nachteil beider Methoden: Die Eintragung ist teuer und mit Aufwand verbunden.<\/p>\n<h3>Geistiges Eigentum sch\u00fctzen: Rechtsweg f\u00fcr Studierende oft zu teuer<\/h3>\n<p>Denn 350 Euro Geb\u00fchr auf europ\u00e4ischer und 60 Euro auf nationaler Ebene sind f\u00fcr viele Studierende ein hoher Betrag. \u201eIn unseren Kursen und Abschlussarbeiten entstehen immer wieder tolle, sch\u00fctzenswerte Produkte, deren zugrundeliegende Idee das ein oder andere Mal gestohlen wurde\u201c, erz\u00e4hlt <a href=\"https:\/\/kramer-produkt-design.de\/?page_id=50\">Andreas Kramer<\/a>, Professor f\u00fcr Produktdesign \/ CAD an der <a href=\"http:\/\/www.hfk-bremen.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bremer Hochschule f\u00fcr K\u00fcnste (HfK)<\/a>.<\/p>\n<p>Zusammen mit seiner HfK-Kollegin Bettina Pelz kam ihm der Gedanke, ein niedrigschwelliges Angebot zu schaffen, das drei Anforderungen gen\u00fcgen sollte: schnell, einfach und kosteng\u00fcnstig. Anfang 2018 setzten sie diese Idee zusammen mit der bremischen <a href=\"https:\/\/www.innowi.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Patentverwertungsagentur InnoWi GmbH <\/a>um. madeby HfK hei\u00dft die neue Internet-Plattform, die Entw\u00fcrfe dokumentiert und so das geistige Eigentum der Studierenden sch\u00fctzt.<\/p>\n<p>Rechtlich zugrunde liegt ihr das so genannte \u201enicht eingetragene europ\u00e4ische Gemeinschaftsgeschmacksmuster\u201c. Im Gegensatz zum eingetragenen Geschmacksmuster entsteht das Schutzrecht bereits durch Benutzung und Bekanntmachung \u2013 etwa im Internet. Wichtig: Der Gestaltungsentwurf muss neu und kreativen Ursprungs sein.<\/p>\n<h3>Einfach, schnell und verbindlich die eigenen Entw\u00fcrfe dokumentieren<\/h3>\n<p>Im Gegensatz zum EU-Verfahren kostet der Vorgang f\u00fcr die Studierenden nichts. Sie m\u00fcssen lediglich ein Bild des Entwurfs, Kontaktdaten sowie eine kurze Beschreibung einreichen. Nach kurzer Pr\u00fcfung durch InnoWi erscheint das Material dann auf der Webseite und ist damit rechtssicher dokumentiert.<\/p>\n<p>Wie etwa \u201eK\u00fchlk\u00f6rper als Gestaltungsmittel im HiFi-Bereich\u201c \u2013 so hei\u00dft der Entwurf von Joris Wegner, der im 5. Semester Integriertes Design an der HfK studiert. Wegner hat 3D-gedruckte Aluminiumstrukturen entworfen, die sowohl formsch\u00f6n als auch n\u00fctzlich sind: Sie dienen als K\u00fchlelemente f\u00fcr hochwertige Elektronikbauteile in Verst\u00e4rkern oder anderen HiFi-Ger\u00e4ten. Die Idee ist im Kurs \u201eInnovative Designkonzepte f\u00fcr das individuelle Handwerksprodukte\u201c entstanden, ein echtes Produkt ist sie noch nicht. Jetzt steht sie auf der Webseite und kann von jedem entdeckt werden.<\/p>\n<h3>Ein Schaufenster Bremer Ideen<\/h3>\n<p>Und damit er\u00f6ffnet sich auch gleich ein weiterer Nutzen der Plattform. \u201eWir wollen mit madeby der \u00d6ffentlichkeit zeigen, welche einzigartigen Produkte und Erfindungen hier in der HfK entstehen. Wir schaffen hier ein breites Angebot an verwertbaren Ideen, die f\u00fcr viele Unternehmen, f\u00fcr Modedesigner oder sogar Tonstudios wertvoll sein k\u00f6nnten, aber bisher nicht wahrgenommen wurden\u201c, so <a href=\"https:\/\/kramer-produkt-design.de\/?page_id=50\">Professor Kramer<\/a>. Als \u201eSpiegel der Hochschule\u201c bezeichnet er die Plattform und freut sich, dass sie die hohe Qualit\u00e4t der akademischen Lehre zeigt, ein Aush\u00e4ngeschild f\u00fcr Bremen.<\/p>\n<p>Kramer erwartet im Jahr zwischen 100 und 200 neue Entw\u00fcrfe auf der Plattform, aus allen kreativen Bereichen: Vom Modedesign \u00fcber Haushaltsgegenst\u00e4nde, M\u00f6bel, Computerspiele, elektronische Ger\u00e4te bis hin zu neuen Technologien oder Entwicklungen im musikalischen Bereich. \u201eWir erhoffen uns viele Anfragen von Unternehmen und Institutionen\u201c, w\u00fcnscht sich <a href=\"https:\/\/kramer-produkt-design.de\/?page_id=50\">Kramer<\/a>.<\/p>\n<h3>Erfindungen, Patente und Ideen sind Geigerz\u00e4hler von Innovation<\/h3>\n<p>Die Bremer Patentverwertungsagentur InnoWi \u00fcbernimmt die Dokumentation und den Betrieb von \u201emadeby\u201c. \u201eAu\u00dferdem pr\u00fcfen wir jeden Entwurf auf seine Patentierbarkeit\u201c, erkl\u00e4rt Jens Hoheisel, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von InnoWi. Ist eine Idee patentierbar, landet sie nicht auf der Plattform, sondern wird zuerst zum Patenten angemeldet.<\/p>\n<p>Durch die Plattform erhofft er sich noch mehr Erfindungen aus Bremen, um so den Innovationsstandort zu st\u00e4rken. \u201eWir wollen Innovationen erleichtern, dazu geh\u00f6rt es auch, Schutzrechte anzuzeigen und die Rechte am geistigen Eigentum zu sichern. Mit der Plattform dokumentieren wir die vielen spannenden Ideen an der HfK systematisch\u201c, so Hoheisel weiter.<\/p>\n<h3>Kreativwirtschaft als Ideengeber f\u00fcr die Industrie etablieren<\/h3>\n<p>\u201eDie Bremer Kreativwirtschaft spielt eine wichtige Rolle dabei, Innovationen in Industrie und Handel anzusto\u00dfen\u201c, sagt Kai St\u00fchrenberg, Referatsleiter Innovation, Digitalisierung und neue Themen beim Senator f\u00fcr Wirtschaft, Arbeit und H\u00e4fen. Das bremische Ressort hat die Realisierung der Plattform im Rahmen der St\u00e4rkung des Wissens- und Technologietransfers mit F\u00f6rdermitteln erm\u00f6glicht. \u201eWie wollen den Wissens- und Ideenaustausch zwischen Kreativen und der Industrie vereinfachen. Kreative Ideen zu sch\u00fctzen und der \u00d6ffentlichkeit bekannt zu machen, ist ein wichtiger Schritt dabei.\u201c<\/p>\n<p>Die Initiatoren arbeiten derweil an neuen Vermarktungswegen, an Videobeitr\u00e4gen und einem regelm\u00e4\u00dfigen Newsletter. Damit alle Welt erf\u00e4hrt, welche Ideen und Entw\u00fcrfe in Bremen entstehen. Vielleicht hei\u00dft es dann bald \u00f6fter in den Regalen von M\u00f6belh\u00e4usern und Boutiquen \u201emadeby HfK in Bremen\u201c.<\/p>\n<p>Zur Plattform: <a href=\"http:\/\/madeby.hfk-bremen.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">madeby.hfk-bremen.de <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>28.2.2018 Jann Raveling &gt; Beitrag madeby HfK \u2013 eine neue Plattform hilft, das geistige Eigentum von Designern zu sch\u00fctzen &nbsp; madeby HfK ist eine deutschlandweit einzigartige Plattform, die&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1046,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[8,10],"tags":[100,113],"class_list":["post-1045","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-blog","category-presse","tag-madeby","tag-presse"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kramer-produkt-design.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1045","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kramer-produkt-design.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/kramer-produkt-design.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kramer-produkt-design.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kramer-produkt-design.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1045"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/kramer-produkt-design.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1045\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1229,"href":"https:\/\/kramer-produkt-design.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1045\/revisions\/1229"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kramer-produkt-design.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/1046"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kramer-produkt-design.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1045"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/kramer-produkt-design.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1045"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/kramer-produkt-design.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1045"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}